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, Autor: Wolff Trace | Bianca Wolff #Content-Marketing #Social Media

Facebook und die organische Reichweite

Wenn man die eigenen Fans kaum noch erreicht
Facebook und die organische Reichweite

Mit dem kürzlich erschienenen Artikel von Brian Boland, Leiter des Ads Product Marketing-Teams bei Facebook, werden zwei schon länger bestehende Vorwürfe an den sozialen Netzwerkgiganten bestätigt: Zum einen nimmt die organische Reichweite von Beiträgen immer weiter ab. Zum anderen bedeutet dies zugleich, dass ein Unternehmen mit seinen Posts immer weniger der eigenen Fans erreicht.

 

Wenn man die eigenen Fans kaum noch erreicht

Was im angesprochenen Artikel noch mit Schönmalerei ins rechte Licht zu rücken versucht wird, bedeutet für Marketer und Social Media-Zuständige schlichtweg einen echten Graus: immer weniger der hart erarbeiteten Fans auf Facebook bekommen Meldungen über die gelikte Firmenseite überhaupt noch in ihren Nachrichten angezeigt. Damit nimmt das, was man als organische Reichweite von Facebook-Meldungen bezeichnet, stetig ab. Eine große Fangemeinschaft aufgebaut zu haben, heißt nun also nicht, dass man auch ein möglichst großes Publikum für die Verbreitung der unternehmensrelevanten Informationen besitzt. Es heißt lediglich, dass viele Personen, die Seite mit „gefällt mir“ markiert haben. Die Erreichbarkeit der eigenen Fan-Gemeinschaft bleibt dabei fragwürdig.

 

Gründe für das Sinken der organischen Reichweite

Als Hauptgrund für das Sinken der organischen Reichweite von Meldungen auf Facebook nennt Brian Boland die stetige Zunahme von geteilten Inhalten und den technologischen Fortschritt, der es den Nutzern ermöglicht, mit Tablets, Smartphones & Co. von nahezu überall auf die Plattform zuzugreifen und unterschiedlichste Medien zu teilen. Auch sei ein Trend erkennbar, dass immer mehr Leute immer mehr Seiten mit „gefällt mir“ markierten. Würden nun alle Meldungen von Personen in der Freundesliste eines Nutzers sowie alle Meldungen von gelikten Seiten in den Neuigkeiten dieser Person angezeigt werden, kämen leicht tausende von Meldungen zusammen, durch die sich der Nutzer beim Besuch seines Accounts durchscrollen müsste. Daher seien die Neuigkeiten in Facebook so konzipiert, dass sie jeder Person genau die Inhalte zeigen, die für diese Person am relevantesten sind. Von genannten 1.500 Beiträgen würden es gerade noch 300 in die Facebook-Neuigkeiten eines Nutzers schaffen.

 

Worin besteht dann noch der Mehrwert einer großen Fan-Gemeinschaft auf Facebook?

Die Frage ist absolut berechtigt. Was bringt es mir, dass möglichst viele Personen meine Facebook-Seite mit „gefällt mir“ markieren, wenn ich sie dann durch meine Meldungen kaum noch oder sogar gar nicht erreichen kann? Laut Brian Boland läge der Vorteil einer großen Fan-Gemeinschaft darin, dass der hierdurch entstehende erhöhte soziale Kontext einer Anzeige eine bessere Werbewirkung verleihen würde. Dies hieße, dass Personen, denen angezeigt würde, dass eine bestimmte Marke einem Freund oder einer Freundin auf Facebook gefällt, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit ebenfalls diese Anzeige klicken oder die entsprechende Seite liken würden. Ein weiterer Vorteil einer größeren Fan-Gemeinschaft läge in der Analyse deren Daten durch die Facebook-eigenen Statistik-Tools. Hier ist beispielsweise auslesbar, wo die jeweiligen Fans leben, welche Interesse sie haben oder was sie sonst noch liken.

 

Fazit

Mit einer großen Fan-Gemeinde auf Facebook allein erreicht man heute nicht mehr wirklich viele seiner Fans mit Inhalten. Die organische Reichweite ist nur dann gegeben, wenn möglichst viele der Fans möglichst oft mit den geposteten Inhalten interagieren, sie also liken, kommentieren oder teilen. Diesen Personen wird dann mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auch die nächste Meldung einer Seite in den Neuigkeiten angezeigt. Alle übrigen Fans verlieren einen aber über kurz oder lang hinter der Masse der Meldungen aus den Augen und aus dem Sinn. Als mögliche Lösung, um dieses Dilemma zu umgehen, nennt Brian Boland die bezahlten Anzeigen von Facebook (kaum verwunderlich, der Mann ist nicht umsonst der Leiter des Ads Product Marketing-Teams bei Facebook).

Es stimmt schon: Mit bezahlten Anzeigen lässt sich das gewünschte Publikum auf Facebook mit einer wesentlich höheren Genauigkeit adressieren als über die organische Reichweite. Trotzdem: Organische Inhalte bleiben weiterhin der Stoff, aus dem Firmen-Identitäten gewoben sind. So ganz ohne Content funktioniert weder eine Website noch eine Facebook-Firmenseite. Und wer es schafft, seine Inhalte so auszubauen, dass sie zugleich unterhaltend sind, der Fan-Gemeinde einen bestimmten Mehrwert bieten und diese damit zur Interaktion bewegt, der kann auch weiterhin mit der organischen Reichweite Fans erreichen.

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